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3:0 bei Ween­de – per­fek­ter Jah­res­ab­schluss für ner­ven­star­ken RCS

Hat­ten am Ende allen Grund aus­ge­las­sen zu fei­ern: RCS-Team im Jubel­kreis. (Foto: Ralf Lite­ra)

Sundern/Langscheid/Göttingen. Die Vor­zei­chen des letz­ten Aus­wärts­auf­tritts des RCS im Jahr 2017 waren alles ande­re als ide­al. Haupt­an­grei­fe­rin Kim Sprey­er muss­te sich bereits am Frei­tag abend ver­letzt mel­den, Katha­ri­na Schal­low ging ange­schla­gen in die Par­tie und da par­al­lel auch die zwei­te Mann­schaft um wich­ti­ge Punk­te kämpf­te und die zuletzt star­ken Lau­ra Kem­per und Ali­na Hustadt nicht zur Ver­fü­gung stan­den, war der Kader des RCS in Göt­tin­gen doch sehr aus­ge­dünnt. Kla­gen woll­te auf Sei­ten der Sauer­län­de­rin­nen aber den­noch nie­mand und das extrem knap­pe, aber am Ende doch ver­dien­te 3:0 war unter die­sen Umstän­den dop­pelt Grund, aus­ge­las­sen zu fei­ern und die lan­ge Rück­fahrt aus Göt­tin­gen voll aus­zu­kos­ten.

Start wie die Feu­er­wehr

Spiel­te in Göt­tin­gen stark auf: RCS-Kapi­tä­nin Kirs­ten Plat­te. (Foto: Ralf Lite­ra)

In den ers­ten Satz star­te­te der RCS wie die Feu­er­wehr. Beim 4:0 die ers­te Aus­zeit auf Sei­ten der Ween­der, beim 8:0 die zwei­te und es schien als habe allein der star­ke Auf­schlag der Sor­pe­see­da­men, zu Beginn in Per­son von Fran­zis­ka Fin­ke, den Gast­ge­be­rin­nen den Nerv zu rau­ben. Wer aber glaub­te, der RCS wür­de die­se Stär­ke aus­spie­len und den Vor­sprung ver­tei­di­gen, sah sich getäuscht. Ween­de mach­te sei­ner­seits viel Druck im Auf­schlag und die Annah­me des RCS um Libe­ra Michel­le Hen­kies und die Annah­me-Außen Kirs­ten Plat­te und Katha­ri­na Schal­low stand unter Beschuss. Beim 11:11 hat­ten die Gast­ge­be­rin­nen den Aus­gleich erzielt, alles wie­der auf Null. Ab die­sem Zeit­punkt ent­wi­ckel­te sich ein Kampf­spiel mit ner­ven­auf­rei­ben­den Ral­lyes. Die Füh­rung wech­sel­te stän­dig. Leo­nie Hoff­mann brach­te Ent­las­tung von der Bank und der RCS setz­te sich mit eini­gen Punk­ten ab. Lara Dröl­le ver­teil­te die Bäl­le geschickt, aber im Abschluss unter­lie­fen dem RCS den­noch zu vie­le Feh­ler, beson­ders in ent­schei­den­den Momen­ten. So hät­te das Team nach 24:20 Füh­rung fast noch den Auf­takt­satz aus der Hand gege­ben. Aber nur fast, denn beim 23:24 war die Span­nung plötz­lich wie­der da und der Auf­takt­satz dann doch ein­ge­tü­tet.

Wil­de Hatz

Nach dem Sei­ten­wech­sel ging die wil­de Hatz aus Sicht des RCS unver­min­dert wei­ter. Nest­häk­chen Bon­nie Bas­tert auf der Dia­go­na­len fand nach und nach ins Spiel und die Par­tie nahm wei­ter Fahrt auf. Ab Mit­te des Sat­zes aber zu Unguns­ten der Gäs­te. Ween­de kämpf­te um jeden Ball und der RCS zeig­te vor allem bei den lan­gen Ball­wech­seln Ner­ven. Beim 15:18 aus Sicht der Sauer­län­de­rin­nen war die zwei­te Aus­zeit fäl­lig und die Ärmel wur­den wie­der hoch­ge­krem­pelt. Einen Auf­schlag­feh­ler und zwei Abwehr­ak­tio­nen spä­ter war man wie­der voll im Spiel und über­nahm wie­der das Kom­man­do auf dem Spiel­feld. Kon­se­quen­te Angrif­fe über Außen immer wie­der abge­schlos­sen von einer glän­zend auf­ge­leg­ten Mann­schafts­füh­re­rin Kirs­ten Plat­te brach­ten den RCS in Front und doch muss­te man beim 24:23 aus der eige­nen Annah­me den Aus­gleich hin­neh­men. Wer nun an die Wen­de in Ween­de glaub­te aber hat­te die Rech­nung ohne die Schluss­spurtqua­li­tä­ten des RCS gemacht. Zwei Voll­gas­ak­tio­nen spä­ter jubel­ten beim 26:24 die Gäs­te über die 2:0 Satz­füh­rung und den ers­ten Punkt in Göt­tin­gen.

Ade­li­na Asol­li fei­ert ihr Dritt­li­ga­de­büt

Aus­druck der star­ken RCS-Abwehr: Zuspie­le­rin Lara Dröl­le im Boden­kampf. (Foto: Ralf Lite­ra)

„Die­se Pau­se hat uns deut­lich bes­ser getan als den Ween­dern!“ brach­te die mit­ge­reis­te Blaue Wand des RCS die zehn­mi­nü­ti­ge Unter­bre­chung nach Satz 2 auf den Punkt. Nach der Pau­se ent­fach­ten näm­lich Team und Fans die Mischung an vol­ler Span­nung und den­noch Locker­heit im Spiel, die den RCS im Jahr 2017 all­zu häu­fig aus­ge­zeich­net hat­te. Die Außen wir­bel­ten Ween­de durch­ein­an­der und im Mit­tel­block hat­ten Vanes­sa Vorn­weg und Fran­zis­ka Fin­ke die Ein­stel­lung auf das geg­ne­ri­sche Angriffs­spiel gefun­den. Da auch die Auf­schlä­ge des Tabel­len­zwei­ten nun wie­der kon­stan­ter kamen, zog der RCS davon, zunächst lang­sam, dann unauf­halt­sam. Beim 20:10 bestand kein Zwei­fel mehr an den Qua­li­tä­ten der Gäs­te und doch zeig­ten die letz­ten Punk­te des Spiels die unge­bro­che­ne Moral der Gast­ge­be­rin­nen. Das von Manu­el Holst bes­tens ein­ge­stell­te Team figh­te­te sich her­an und es bedurf­te schon aller RCS-Kräf­te auf und neben dem Feld, um den Sieg unter Dach und Fach zu brin­gen. Ade­li­na Asol­li fei­er­te ihr Dritt­li­ga­de­büt und ganz zu Ende des Spiels war es der Regis­seu­rin des Abends, Lara Dröl­le, vor­be­hal­ten den letz­ten Punkt zu machen. Mit einem kraft­vol­len zwei­ten Ball setz­te sie den Schluss­punkt und den Jubel­krei­sel der Sauer­län­de­rin­nen in Gang.

Denk­wür­di­ge Jah­res­ab­schluss­re­den

Wenn­gleich auf der Rück­fahrt natür­lich aus­ge­las­se­ne Stim­mung, lau­te Musik und denk­wür­di­ge Jah­res­ab­schluss­re­den den Takt vor­ga­ben, so freu­te man sich doch beim RCS schon sehr auf die inter­ne Weih­nachts­fei­er am fol­gen­den Tag. Eine bes­se­re sport­li­che Vor­la­ge als ein 3:0 in Göt­tin­gen konn­te die Mann­schaft sich selbst nicht geben und hat sich die Pau­se und etwas besinn­li­che­re Tage über Weih­nach­ten red­lich ver­dient.

  • Für den RCS aktiv: Ade­li­na Asol­li, Bon­nie Bas­tert, Lara Dröl­le, Fran­zis­ka Fin­ke, Michel­le Hen­kies, Leo­nie Hoff­mann, Kirs­ten Plat­te, Katha­ri­na Schal­low, Kim Sprey­er, Vanes­sa Vorn­weg und Tak­tik-Dok­tor Linus Tepe.
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