Bürgermeister Brodel nahm an der Ausschusssitzung teil und verteidigte die geplante Vollsperrung. „Bei der Bemessung des v.g. Zeitraumes wurde im Zuge der Ablaufplanungen auch die Nacht- und Wochenendarbeit sowie ein Dreischichtbetrieb geprüft. Aufgrund der zu erwartenden Belastung der Stemeler Bürger (Immissionsschutz), aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen sowie aus Kostengründen wurde dies jedoch verworfen. In Absprache mit der bauausführenden Firma werden die Arbeiten während der Vollsperrung an allen Werktagen – in der Regel sechs Tage – in der Woche durchgeführt; dadurch kann die Zeit der Vollsperrung auf ein Minimum reduziert werden.“
CDU: Volkswirtschaftlicher Schaden unermesslich – eine Alternative muss her
Die CDU kritisierte sowohl in der Ausschusssitzung als auch unmittelbar im Anschluss die geplante Vollsperrung: „Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch eine solche Vollsperrung entstehen wird, ist unermesslich – es muss eine Alternative gefunden werden“. Selbst eine phasenweise Öffnung zum Berufsverkehr sei, so die Verwaltung, jedoch „zu aufwendig“. Ein gerechtfertigter Aufwand, erwiderten die Vertreter der CDU und kündigten Widerstand an.
Kommunikationsstrategie festgelegt
Die Stadtverwaltung informierte indes am Donnerstag abschließend: „Gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Abteilung 3.2 sowie der Wirtschaftsförderin wurde eine Kommunikationsstrategie festgelegt, die einen Zeitplan hinsichtlich der Veröffentlichung der geplanten Maßnahmen beinhaltet. Demnach werden die betroffenen Gewerbetreibenden in einem Gespräch mit der Unternehmensvertretung EinsU am 8. März 2017 über die geplanten Maßnahmen informiert. Am Tag darauf wird die Öffentlichkeit im Zuge einer Pressekonferenz, an der auch Vertreter der Polizei, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, Straßen NRW, Planungsbüro und Bauunternehmen teilnehmen, informiert. Für die Stemeler Bürger wird eine Bürgerversammlung am 13. März 2017 in der Schützenhalle Stemel stattfinden. Darüber hinaus wird jedem Haushalt in Stemel ein Informationsschreiben über die geplante Sperrung verteilt.“
Umleitungen: L687/ L686 entlang des Sorpesees sowie Ochsenkopf
Sämtlicher Fahrzeugverkehr wird während der elfwöchigen Vollsperrung entlang des Sorpesees über L 687 und L 686 sowie in Richtung der Stadt Arnsberg über den Ochsenkopf umgeleitet.
